Ernährung

Allergien bei Hunden: So erkennst du typische Symptome und wählst die richtige Behandlung

Ein Dalmatiner, der auf grünem Gras unter einem Baum sitzt und mit offenem Maul zur Seite schaut.

Dr. Irene Bruckner

13.07.20264 Min Lesezeit

Jeder dritte Mensch hat mit einer Allergie zu kämpfen. Und auch unsere vierbeinigen Freunde sind davor nicht gefeit: Hunde können eine Vielzahl an Allergien entwickeln. Dann sind die richtigen Handgriffe und Helfer gefragt, damit es deinem Haustier bald wieder gut geht. Wir werfen daher einen Blick auf die häufigsten Allergien bei Hunden, zeigen dir, wie du diese erkennen kannst bzw. welche Anzeichen und Symptome darauf hindeuten und gehen auf wichtige Behandlungsmöglichkeiten ein.

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Was ist eine Hundeallergie?

Ob beim Menschen oder beim Hund – kommen wir mit bestimmten Krankheitserregern wie Viren und Bakterien in Berührung, aktiviert sich unser Immunsystem und zieht mit einer Armee an Abwehrkräften in den Kampf. Das ist gut so, schließlich können wir uns so gegen eine Fülle an riskanten Stoffen schützen. Bei einer Allergie stuft das Immunsystem allerdings ungefährliche Substanzen fälschlicherweise als gefährlich ein und wehrt sich dagegen. Die Ursachen bzw. Stoffe, die die Allergie auslösen, können dabei vielfältig sein und reichen von bestimmten Eiweißen im Futter und Hausstaub über Flohspeichel und Milben bis hin zu Gräsern und Pollen.

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Was sind die häufigsten Allergien bei Hunden?

Folgende vier Allergien kommen bei Hunden am häufigsten vor:

  • Flohspeichelallergie: Diese Allergie betrifft alle Hunderassen. Wenn Flöhe beim Blutsaugen Speichel abgeben, kann es bei deinem Hund zu einer allergischen Reaktion kommen. Auch andere Parasiten können Probleme verursachen.

  • Umweltallergie: Unter dem Begriff „Umweltallergie“, auch Atopie genannt, werden sämtliche Umweltstoffe zusammengefasst, die deinem Hund schaden können. Die bekanntesten unter ihnen: Gräser, Pollen und Hausstaub. Bestimmte Rassen sind besonders anfällig.

  • Futtermittelallergie: Bei einer solchen Hunde-Allergie lösen bestimmte Stoffe im Futter Symptome aus, wobei insbesondere Proteine und Proteinverbindungen in Rind- und Hühnerfleisch, Eiern, Milch und Getreide auslösend sein können.

  • Kontaktallergie: Chemikalien, Materialien oder natürliche Essenzen, die in Halsbändern oder Spielzeugen enthalten sind, können bei deinem Hund ebenso Hautreaktionen auslösen.

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Allergie beim Hund erkennen: Symptome und Anzeichen

Es gibt eine Reihe an unterschiedlichen Anzeichen und Symptomen, die bei deinem Hund auf eine Allergie hindeuten können. Vor allem wenn sich dein Haustier plötzlich ständig kratzt, leckt, an Wänden oder Möbelstücken reibt oder unter tränenden Augen leidet, ist Vorsicht geboten. Warnhinweise sind auch ein langanhaltender Durchfall, nässende oder rote Stellen oder wenn dein Vierbeiner kahle Stellen bekommt.

Zudem kann eine anhaltende Allergie langfristig das Verhalten beeinflussen: Womöglich wird dein Hund besonders aggressiv oder träge.

Die wichtigsten Allergie-Symptome bei Hunden im Überblick:

  • Juckreiz

  • Nässende oder rote Stellen (Hot Spots)

  • Schwellungen

  • Nesselsucht

  • Ohrenentzündungen

  • Pfotenentzündungen

  • Kahle Stellen im Fell

  • Tränende, gerötete Augen

  • Kurzatmigkeit

  • Anhaltender Durchfall

  • Niesen und Husten

Achtung: Wenn dein Hund plötzlich zittert, flach atmet, Fieber hat oder blasse Schleimhäute zeigt, könnte es sich um eine allergische Reaktion auf einen Wespenstich handeln. In diesem Fall ist ein sofortiger Besuch bei der Tierärztin oder beim Tierarzt nötig, da es sich um einen anaphylaktischen Schock handeln könnte.

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Spätfolgen: Warum du Allergien ernst nehmen solltest

Bleiben Allergien unbehandelt, können sie langfristig die Gesundheit deines Hundes beeinträchtigen. Beispielsweise führt eine nicht behandelte Ohrenentzündung mitunter zu dauerhaften Schäden am Trommelfell und ein überlastetes Immunsystem wehrt Infektionen schlechter ab. Es ist also wichtig, Allergien beim Hund frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.

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Allergie beim Hund: Wann zum Tierarzt?

Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund an einer Allergie leidet, solltest du keine Zeit verlieren. Es ist essenziell, Symptome nicht zu ignorieren und mit der Tierärztin bzw. dem Tierarzt abzuklären, ob eine Allergie vorliegt. Je früher du reagierst, desto besser können mögliche Folgeerkrankungen vermieden werden.

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Wie diagnostizieren Tierärzte Allergien bei Hunden?

Zur Diagnose einer Allergie stützen sich Tierärzte auf verschiedene Methoden:

  • Anamnese: Du wirst nach den Symptomen deines Hundes gefragt, um die Ursache der Allergie einzugrenzen.

  • Felluntersuchung: Bei Verdacht auf einen Parasiten nutzt die Tierärztin bzw. der Tierarzt einen Flohkamm oder ein Hautgeschabsel.

  • Ausschlussdiät: Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie wird der Hund auf eine Diät gesetzt, bei der bestimmte Nahrungsmittel ausgeschlossen werden, um den Auslöser zu finden.

  • Blutabnahme: Manchmal kann es hilfreich sein, dem Hund Blut abzunehmen und dieses in einem Labor genauer zu untersuchen.

  • Hauttests: Auch Hauttests wie der Prick- oder Intrakutantest können zum Einsatz kommen. Dabei werden dem Hund Allergene auf die Haut aufgetragen und leicht eingeritzt oder eingespritzt.

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Allergiebehandlung bei Hunden: Diese Möglichkeiten gibt es

Keine Sorge: Wurde eine Allergie bei deinem Hund festgestellt, stehen euch inzwischen einige medizinische Behandlungsmöglichkeiten offen. Das Um und Auf dabei: Den Kontakt mit dem kritischen Stoff bzw. Allergen möglichst vermeiden. Daneben basiert die Behandlung auf folgenden Säulen:

  • Linderung von akuten Symptomen: antientzündliche Medikamente wie Antihistaminika, Immunsuppresiva oder Glukokortikoide bzw. Kortison, juckreizstillende Mittel, Antiparasitika

  • Besserung eines anaphylaktischen Schocks: Flüssigkeitsinfusionen, Sauerstoff, Adrenalininjektion

  • Dauerhafte Desensibilisierung: Um Symptome, etwa einer Pollenallergie, dauerhaft zu lindern, verabreichen Tierärzt:innen dem Hund wiederholt das jeweilige Allergen, sodass das Immunsystem dieses zunehmend toleriert

Hilf deinem Hund zudem dabei, sein Immunsystem zu stärken und versorge ihn mit gesunder Ernährung, die ihm alle Nährstoffe liefert, die er braucht. Vermeide unnötige Belastungen. Kontakt mit Umweltgiften und frisch gespritzten Feldern und Wiesen ist ebenso tabu. Greife auf hochwertige Shampoos von Tierärzt:innen zurück, bürste das Tier regelmäßig und sorge für einen sauberen, gemütlichen Schlafplatz.

Unterstützend kannst du auf unsere vielfältigen, hochwertigen Helferlein zurückgreifen:

  • Zur Unterstützung des gesunden Fell- und Hautstoffwechsels: Fell- & Hauttropfen

  • Zur Unterstützung antientzündlicher Reaktionen im Körper & mehr Fellglanz: Omega-3-Tropfen

  • Zur Unterstützung der gesunden Verdauung und des Magen-Darm-Traktes: Bauch-Tropfen

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Vorbeugung: Kann man eine Allergie beim Hund verhindern?

Die schlechte Nachricht: Allergie ist nicht gleich Allergie – inzwischen gibt es eine Fülle an potenziellen Gefahrenstoffen. Daher kann eine Allergie bei deinem Hund fast in jedem Alter und ohne Vorwarnung auftreten. Eine Allergie von vornherein zu verhindern ist daher fast unmöglich. Die gute Nachricht: Du kannst das Risiko, dass dein treuer Gefährte eine Allergie bekommt, zumindest verringern, indem du folgendes machst:

  • Achte auf einen guten Flohschutz

  • Lass deinen Hund regelmäßig medizinisch checken

  • Bei einem Welpen: nicht unnötig viele, exotische Proteinquellen durcheinander füttern, sondern lieber langristig bei einer Fleischsorte als Futter bleiben

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Fazit

Allergien bei Hunden sind weit verbreitet, können aber mit der richtigen Aufmerksamkeit und Behandlung gut gemanagt werden. Beobachte die Symptome deines Hundes genau, gehe regelmäßig zum Tierarzt und achte auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung. So hilfst du deinem Hund, auch mit einer Allergie ein erfülltes und glückliches Leben zu führen.

Lächelnde Frau mit Sonnenbrille auf dem Kopf, die auf einer Couch sitzt und einen fröhlichen Corgi mit heraushängender Zunge im Arm hält.

Dr. Irene Bruckner

Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik

Irene widmet sich seit vielen Jahren mit Leidenschaft der Tiergesundheit – in ihrer eigenen Praxis genauso wie bei BIOGENA PETS, wo sie an innovativen Produkten für Hunde und Katzen arbeitet. Bei ihr Zuhause leben natürlich auch Fellnasen – ihre eigenen Hunde und Katzen. Ob im Tierschutz, bei Seminaren oder in der PETS-Community: Sie liebt es, ihr Wissen rund um Tierernährung, Gesundheit & Wohlbefinden zu teilen.

FAQs

Häufig gestellte Fragen zum Thema Allergie beim Hund:

Quellen:

Jackson HA. Food allergy in dogs and cats; current perspectives on etiology, diagnosis, and management. J Am Vet Med Assoc. 2023 Mar 18;261(S1):S23-S29. doi: 10.2460/javma.22.12.0548. PMID: 36917613. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36917613/

Tubiolo VC, Beall GN. Dog allergy: understanding our 'best friend'? Clin Exp Allergy. 1997 Apr;27(4):354-7. PMID: 9146926. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9146926/

Virtanen T. Prospects for peptide-based immunotherapy for dog allergy. Curr Opin Allergy Clin Immunol. 2006 Dec;6(6):461-5. doi: 10.1097/01.all.0000246615.40085.2f. PMID: 17088652. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17088652/

Buchanan BB, Frick OL. The dog as a model for food allergy. Ann N Y Acad Sci. 2002 May;964:173-83. doi: 10.1111/j.1749-6632.2002.tb04142.x. PMID: 12023204. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12023204/

Smith DM, Coop CA. Dog allergen immunotherapy: past, present, and future. Ann Allergy Asthma Immunol. 2016 Mar;116(3):188-93. doi: 10.1016/j.anai.2015.12.006. Epub 2016 Jan 7. PMID: 26774974. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26774974/

Koçali B, Ocak M, Şekerel BE. Cat, dog, and horse allergies: emerging new insights. Turk J Pediatr. 2025 Sep 1;67(4):445-454. doi: 10.24953/turkjpediatr.2025.5754. PMID: 40925039. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40925039/

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