Was dürfen Hunde nicht essen? Diese Lebensmittel gehören nicht in den Napf

Golden Retriever, der von einer Person, die einen Teller mit bunten Cupcakes hält, mit einem Leckerli gefüttert wird, mit Pflanzen im Hintergrund.

Dr. Irene Bruckner

19.11.20256 Min Lesezeit

Ob versehentlich gefüttert, ein liebgemeinter Snack oder heimlich vom Teller stibitzt – manche Lebensmittel sind für Hunde alles andere als harmlos und können für Hunde problematisch oder sogar giftig sein. Als verantwortungsbewusste Tierfreund:innen ist es wichtig zu wissen, was im Napf nichts verloren hat – und warum. So schützt du die Gesundheit deines Hundes langfristig.

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Schokolade

Schokolade enthält Theobromin, ein Stoff, den Hunde nur sehr langsam abbauen können. Besonders dunkle Schokolade ist kritisch – bereits kleine Mengen können zu Erbrechen, Unruhe, Zittern oder im schlimmsten Fall zu Herzrhythmusstörungen führen.

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Dürfen Hunde Nüsse essen?

Auch wenn Nüsse gesund wirken: Für Hunde sind viele Sorten ungeeignet – manche sogar hochgiftig. Besonders Macadamianüsse gehören auf die No-Go-Liste: Schon kleine Mengen können zu Muskelschwäche, Erbrechen, Zittern oder Fieber führen. Walnüsse und Pekannüsse wiederum sind häufig mit Schimmelpilzen belastet, was im schlimmsten Fall Krämpfe oder Nervenschäden auslösen kann. Bittermandeln sind wegen ihres Blausäuregehalts sogar potenziell tödlich für Hunde. Und auch Muskatnüsse enthalten einen Stoff namens Myristicin, der für Vierbeiner stark giftig ist.

Einige Nüsse wie Haselnüsse, Cashewkerne oder Erdnüsse sind zwar nicht grundsätzlich giftig, bergen aber andere Risiken: Ihr hoher Fettgehalt kann empfindliche Mägen belasten und langfristig Übergewicht oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung begünstigen. Erdnüsse können zudem allergische Reaktionen auslösen.

Unsere Empfehlung: Nüsse sind für Hunde grundsätzlich keine geeignete Nahrung. Wenn überhaupt, dann nur ausnahmsweise – in sehr kleinen Mengen, ungesalzen, ungewürzt und ohne Schale. So schützt du deinen Vierbeiner vor unnötigen Risiken.

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Weintrauben & Rosinen

Sie gelten als besonders tückisch: Bereits kleine Mengen können bei manchen Hunden zu akutem Nierenversagen führen. Warum das so ist, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt – sicher ist nur: Weintrauben und Rosinen gehören absolut nicht ins Hundefutter.

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Zwiebeln & Knoblauch

Ob roh, gekocht oder getrocknet – Zwiebeln und Knoblauch enthalten Schwefelverbindungen, die die roten Blutkörperchen schädigen können. Die Folge: Blutarmut, Schwäche, Atemnot. Auch hier reichen bereits relativ kleine Mengen über mehrere Tage verteilt aus, um Schaden anzurichten.

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Rohe Eier

Rohe Eier können Keime wie Salmonellen enthalten. Zudem hemmt das Eiklar-Enzym Avidin die Aufnahme von Biotin – einem wichtigen B-Vitamin für Fell und Haut. Gekochte Eier sind in Maßen unbedenklich – roh lieber nicht.

Aber dürfen Hunde gekochte Eier essen? Ja, Hunde dürfen gekochte Eier essen – in Maßen und als Ergänzung, nicht als Hauptnahrungsmittel. Gekochte Eier liefern hochwertige Proteine, B-Vitamine und Mineralstoffe wie Selen oder Eisen. Sie können die Ernährung deines Hundes sinnvoll ergänzen.

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Eis

Klingt verlockend an heißen Tagen – ist aber problematisch. Fertiges Speiseeis enthält oft Zucker, Milchprodukte und Zusatzstoffe, die Hunde nicht gut vertragen. Der kalte Schock kann zusätzlich zu Magenproblemen führen. Besser: spezielle Hundeeis-Rezepte ohne Zucker und Laktose.

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Tomaten, Kartoffeln & Auberginen

Diese Gemüsesorten gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und enthalten in rohem, unreifem Zustand den natürlichen Bitterstoff Solanin. Solanin kann in größeren Mengen für Hunde giftig sein und zu Symptomen wie Erbrechen, Durchfall oder Schwäche führen. Besonders viel Solanin steckt in grünen Tomaten, rohen Kartoffeln und unreifen Auberginen.

Beim Kochen, Backen oder Dämpfen wird Solanin teilweise abgebaut – so werden die Gemüsesorten für Hunde bekömmlicher. Das gilt vor allem für geschälte, gekochte Kartoffeln oder reif gekochte Tomaten. Roh oder halbreif sollten diese Lebensmittel allerdings nicht in den Napf. Unser Tipp: Wenn überhaupt, dann nur reif, gekocht und in kleinen Mengen – als gelegentliche Ergänzung, nicht als Hauptbestandteil der Mahlzeit.

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Avocado

Auch wenn sie bei uns als Superfood gilt: Für Hunde ist Avocado problematisch. Je nach Sorte kann sie den Stoff Persin enthalten – ein natürliches Abwehrmittel der Pflanze, das für Hunde in größeren Mengen giftig sein kann. Symptome einer Vergiftung können Erbrechen, Durchfall oder Atembeschwerden sein. Auch der hohe Fettgehalt der Avocado belastet die Verdauung und kann – gerade bei empfindlichen Tieren – zu Magen-Darm-Beschwerden oder langfristig zu Übergewicht führen. Besonders gefährlich: Der Avocadokern. Er kann beim Verschlucken zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss führen.

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Rohes Fleisch – besonders Schweinefleisch

Rohes Fleisch klingt für viele erstmal natürlich – ist aber nicht automatisch unbedenklich. Es kann mit Keimen wie Salmonellen oder Listerien belastet sein, die beim Hund zu Magen-Darm-Problemen oder Infektionen führen können. Auch Parasiten wie Toxoplasmen oder Bandwürmer sind ein Risiko – besonders bei unzureichend kontrollierten Fleischquellen.

Besonders kritisch: rohes Schweinefleisch. Es kann mit dem Aujeszky-Virus (Pseudowut) belastet sein, das für Hunde tödlich verläuft. In Europa ist dieser Erreger zwar selten, aber nicht vollständig ausgerottet – daher sollte rohes Schweinefleisch grundsätzlich nicht an Hunde verfüttert werden.

Wer sich für das Barfen (biologisch artgerechtes Rohfüttern) entscheidet, sollte sich gut informieren und konsequent auf hygienische Zubereitung sowie qualitativ hochwertige, tiefgekühlte und getestete Fleischprodukte achten. Nur so lässt sich das Risiko für Hund und Mensch minimieren.

Unser Tipp: Gekochtes oder dampfgegartes Fleisch ist für die meisten Hunde die sicherere Wahl – besonders bei sensibler Verdauung oder im Alltag mit kleinen Kindern und immungeschwächten Personen im Haushalt.

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Fertigprodukte & Süßungsmittel

Chips, Kekse, Wurstwaren oder andere Fertigprodukte aus der menschlichen Küche gehören nicht in den Hundenapf. Sie enthalten häufig zu viel Salz, Fett, Gewürze oder künstliche Zusatzstoffe, die der Organismus eines Hundes nicht gut verarbeiten kann. Besonders gefährlich sind Zuckerersatzstoffe wie Xylit (auch Birkenzucker genannt) und können bei Hunden zu einem rapiden Abfall des Blutzuckerspiegels, Erbrechen, Krampfanfällen oder sogar Leberschäden führen.

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Was tun, wenn dein Hund trotzdem Lebensmittel isst, die er nicht essen sollte?

Wenn dein Hund etwas Ungeeignetes gefressen hat, beobachte ihn genau. Zeigt er Symptome wie

  • Erbrechen

  • Durchfall

  • Zittern

  • Unruhe

  • Schwäche

  • Atemprobleme

dann solltest du sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Am besten: Nimm die Verpackung oder das Lebensmittel mit – das erleichtert die Einschätzung.

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Was ist zu tun, wenn dein Hund etwas Giftiges gefressen hat?

  • Sofort tätig werden – keine Zeit verlieren!

  • Wenn es sich um eine mögliche Vergiftung handelt (z. B. durch Nahrung, Pflanzen, Medikamente oder Haushaltsstoffe), ruf direkt die Giftnotrufzentrale an – in Deutschland erreichst du sie über die bundesweite Nummer 19240 (mit jeweiliger Vorwahl deines Bundeslandes, z. B. 089 19240 für Bayern, 030 19240 für Berlin).

  • Noch wichtiger: Kontaktiere umgehend deine:n Tierärzt:in oder eine Tierklinik in deiner Nähe, da diese speziell auf Hunde und andere Tiere vorbereitet sind.

  • Bei akuten Notfällen (z. B. starker Unruhe, Zittern, Atemnot, Krämpfe, Bewusstlosigkeit) sofort die nächste Tierklinik aufsuchen oder im Extremfall den Notruf 112 wählen.

  • Halte folgende Informationen bereit: Was wurde gefressen? Wie viel? Wann? Gewicht und Zustand deines Hundes? – damit die Experten dir gezielt weiterhelfen können.

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Fazit

Welche Menge der aufgelisteten Lebensmittel gefährlich ist, hängt stark von der Substanz, der Hunderasse, dem Alter und dem Gewicht des Tieres ab. Bei manchen Lebensmitteln (z. B. Rosinen, Macadamia) reichen kleine Mengen aus. Grundregel: Lieber einmal zu oft bei Tierärzt:innen oder bei einer Giftnotrufzentrale nachfragen – Sicherheit geht vor. BEST FRIENDS. DESERVE THE BEST.

Raster mit verschiedenen Lebensmitteln, darunter Gemüse, Nüsse, Gewürze und Schokolade, jeweils mit deutscher Beschriftung. „BIOGENA Pets”-Logo unten.
Lächelnde Frau mit Sonnenbrille auf dem Kopf, die auf einer Couch sitzt und einen fröhlichen Corgi mit heraushängender Zunge im Arm hält.

Dr. Irene Bruckner

Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik

Irene widmet sich seit vielen Jahren mit Leidenschaft der Tiergesundheit – in ihrer eigenen Praxis genauso wie bei BIOGENA PETS, wo sie an innovativen Produkten für Hunde und Katzen arbeitet. Bei ihr Zuhause leben natürlich auch Fellnasen – ihre eigenen Hunde und Katzen. Ob im Tierschutz, bei Seminaren oder in der PETS-Community: Sie liebt es, ihr Wissen rund um Tierernährung, Gesundheit & Wohlbefinden zu teilen.

FAQs

Häufig gestellte Fragen zu Lebensmitteln, die dein Hund nicht essen sollte

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